Alexandro Papes Kochinsel

Pape gibt Einblicke in seine Kochinsel: „Ich wollte mit dieser Kochschule eine Sinneswerkstatt schaffen, wo wir mit Zeit, mit Genuss gemeinsam an einem Projekt arbeiten“, sagt er. „Ich nehme mir Zeit, mein Wissen zu vermitteln, und der Gast genießt diese Zeit. Kochkurse, Kochevents, Kochentertainment gibt es hier nicht ohne mich!“

Stern-Stunden auf Sylt

Alexandro Pape, der als Küchenchef im „Fährhaus“ auf Sylt zwei Sterne bekam, ist ein Tausendsassa: Er macht das Unmögliche möglich und gewinnt Speisesalz aus der Nordsee. Er betreibt die nördlichste Brauerei Deutschlands und produziert 13 Sorten Pasta. „Jeht nich jibbet nich!“ ist die Devise des gebürtigen Neussers mit sardischen Wurzeln.

Kochspaß ohne
Fingerspuren

KOMFORT IN DER KOCHINSEL UND ZUHAUSE

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und wo gekocht wird, greift man mit fettigen Fingern an den Schrank. Damit er nicht nach jedem Kochevent die Fronten putzen muss, hat Alexandro Pape in seiner Kochinsel auf Sylt auf eine Kleinigkeit geachtet, die für großen Komfort sorgt – und für Verblüffung:

„Ich bemerke immer wieder, dass die Gäste ihren sprichwörtlichen Fingerabdruck hinterlassen wollen auf einer Schublade und dann feststellen, dass das nicht geht aufgrund der Oberfläche. Das sind so Dinge, darauf schauen vor allem die Damen. Und das ist wichtig. Gerade, wo ich für die Kochinsel eine Küche wollte, die ich gerne auch zuhause haben würde – etwas dunkler, gedimmter.“

IN DER KOCHINSEL ERFÜLLT SICH EIN HERZENSWUNSCH

Der Austausch mit
dem Planer


Als Küchenchef arbeitete Alexandro Pape leidenschaftlich für, aber nicht mit dem Gast. Dass er in der Kochinsel Kochen und Genuss gemeinsam mit den Teilnehmern zelebrieren kann, ist für den Wahlsylter die Erfüllung eines Traums. Damit das Miteinander in der Küche funktioniert, setzte Planerin Hélène Bangert Papes Wünsche kreativ um:

„Die Küche sollte einen Handwerksbereich zeigen mit dem Übergang zur Pastamanufaktur. Und ich bat Frau Bangert darum, eine Möglichkeit zu schaffen, dass wir den Starkstrom über die Decke einführen. Sie hat meinen Vorschlag mit der Stahlpipeline freudig aufgenommen und weitere Ideen eingebracht. Die Gespräche fand ich sensationell. Man muss sich ja in jemandes Hände begeben, der da mehr Ahnung hat, und das hat Spaß gemacht.“

BARRIEREFREIHEIT IST IN DER KOCHINSEL STANDARD

Genuss für alle!

Im Zentrum der 170 Quadratmeter großen Kochschule stehen zwei riesige Inseln. An der einen können bis zu zwölf Personen Gemüse schneiden. An der anderen sammeln sich weitere zwölf um fünf Kochstellen. Alexandro Pape erklärt die Besonderheit der Kochinsel, die wie die geographische Lage auf Sylt ein Stück weit namensgebend war:

 

„Ich möchte auch mit kleineren Menschen, mit körperlich eingeschränkten und Behinderten ganz normal arbeiten können. Aber wenn man an einem Kochblock steht, der mindestens 88er Höhe hat, und dann kommt da noch ein Kochtopf drauf – das macht keinen Spaß mehr. Deswegen haben wir uns entschieden, einige Kochstellen tieferzulegen. Sie sind fest in die Planung integriert, ohne dass es störend wirkt.“